Rotary-Kulturpreis

 

Rotary-Kunstpreis (2018): Ein Sound, von dem man sich nur schwer lösen kann

 

Mit dem fünften Rotary-Kulturpreis wurde in der ehemaligen Klosterkirche der aus Rottweil stammende Jazz-Schlagzeuger Ferenc Mehl ausgezeichnet. Der Rotary-Präsident Volker Glissmann überreichte die Urkunde und den Projektzuschuss in Höhe von 3000 Euro an den jungen Künstler, der in Stuttgart lebt. Mehl machte seine Ausbildung am Conservatorium van Amsterdam, an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig, an der Hochschule für Musik in Stuttgart und zuletzt an der Manhattan School of Music in New York. Verschiedene Institutionen haben ihm bereits Stipendien zuerkannt und Preise verliehen. Bürgermeister Hermann Acker freute sich darüber, dass man die Oberndorfer Kirche, den kulturellen Mittelpunkt der Stadt, für diesen Festakt ausgewählt hatte. Die Region berge viele Potenziale in Sachen Kunst, Musik und auch Sport, sagte Acker. Jürgen Knubben sprach die Laudatio und würdigte den Werdegang von Ferenc Mehl. Dieser habe harte Jahre hinter sich, sei aber heute eine Größe im Jazz. Diese Musikrichtung sei etwas für Kenner, führte er weiter aus und betonte, dass Jazzer Teamplayer seien. Mit dem Projekt »InterFerencE« verwirklicht sich der Schlagzeuger Ferenc Mehl einen Traum. Überlagerungserscheinungen beim Zusammentreffen von Wellen, aber auch von Persönlichkeiten und Musikstilen faszinieren ihn. Das Herzstück dieses Quintetts bildet der Klang, der durch die Frontline aus zwei Holzbläsern entsteht. Gekonnt spielt der Bandleader mit Kombinationen aus Bassklarinette, Sopran-, Tenorund Altsaxofon. Gepaart mit einem erdigen Fundament von Kontrabass und Klavier werden die melodiösen Kompositionen von Ferenc Mehl zum Glänzen gebracht. Als Besonderheit wird hin und wieder der spezielle Klang eines Harmoniums eingesetzt, der sich hervorragend mit Bassklarinette und Glockenspiel   verwebt. »InterFerencE« gelingt es, einen einzigartigen   Bandsound zu kreieren, von dem man sich nur schwer wieder lösen kann. Zusammen mit Andreas Francke (Sopran- und Altsaxofone), Jochen Feucht (Tenorsaxofon), Fabian Meyer (Klavier und Harmonium) und Jakob Obleser (Bass) gab der Preisträger Songs und Melodien aus der eigenen Feder, interpretiert mit viel Freiraum und Liebe zum Detail, zum   Besten und bewies vor einem begeisterten Publikum eindrucksvoll seine Klasse.      

 

Rotary Kunstpreis 2016 geht an Katharina Siegel  

 

 Rotary-Kunstpreis 2014 geht an Katharina Schlipf

 

Rotary-Kunstpreis 2012 geht an den Medienkünstler Robert Hak aus Rottweil

Oberndorf. Der Rotaryclub Rottweil vergibt im Zweijahresrhythmus einen Kunstpreis an junge Menschen, die im Bereich Bildende Kunst überdurchschnittliche Leistungen zeigen. In diesem Jahr wurde Robert Hak aus Rottweil als Medien-Künstler ausgewählt. Der Preis, der als Projektzuschuss gedacht ist, wird heute um 19 Uhr im Oberndorfer Rathaus übergeben.

Begleitend dazu wird eine Ausstellung von Werken des Künstlers eröffnet. Die Begrüßung übernimmt Bürgermeister Hermann Acker. Der derzeitige Präsident des Rotaryclubs Rottweil, Markus Schellhorn, überreicht den Preis. Jürgen Knubben führt in das Werk Haks ein. Robert Hak arbeitet mit Videos, die meist interaktive Situationen schaffen. Die Betrachter nehmen so am künstlerischen Werk teil, werden selbst zu Mittätern und vollenden die Arbeit des Künstlers.
In einer Zeit weltweiter Kommunikation stehen diese und andere Arbeiten des Künstlers zeichenhaft für die Bedeutung und Gefahr technischen Fortschritts.

 

Rotary-Kunstpreis 2010 geht an Raphael Sbrzesny

Der Rotary Club Rottweil vergibt im Zweijahresrhythmus einen Kunstpreis, der sich zum Ziel setzt, junge Künstlerinnen und Künstler in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg zu fördern. Den erstmals ausgelobten Rotary-Kunst-Preis 2010 erhält Raphael Sbrzesny. Er ist Student an der Hochschule für Bildende Künste und der Musikhochschule in Stuttgart. Der Preis besteht in einem Projektzuschuss in Höhe von 2.000,- €. Die Preisübergabe findet am 10. Juni 2010 um 19 Uhr im Stadtmuseum des Schramberger Schlosses statt und ist mit einer Ausstellung und einem Konzert des Preisträgers verbunden.



Zur Begrüßung spricht Oberbürgermeister Dr. Zinell, die Preisübergabe und die Einführung in die Ausstellung wird vom derzeitigen Präsidenten des Rotary Club Rottweil, Jürgen Knubben, übernommen.
Von und mit Raphael Sbrzesny werden zwei Uraufführungen zu hören sein. Raphael Sbrzesny wurde von einer Jury aus mehreren Bewerbungen ausgewählt. Der junge Künstler besticht durch seine verschiedenen Talente. Zum Einen ist er ein mittlerweile gefragter Percussionsmusiker und Komponist, zum Anderen ist er bildender Künstler. Beide Bereiche kombiniert er auf eine sehr eindrucksvolle Weise.

Daher überraschen auch nicht die vielen Stipendien und Auszeichnungen, die er bereits in jungen Jahren erhalten hat. Zuletzt hat er auf der Biennale in Venedig für Furore gesorgt, als er auf einer Luftmatratze den Canal Grande durchquert und schließlich damit in den deutschen Pavillon gepaddelt ist.

Ein Performanceprojekt, mit dem Sbrzesny auf die Flüchtlingssituation an den europäischen Grenzen aufmerksam machen wollte.Jedes Jahr landen bekanntlich Tausende Afrikaner, teilweise in Schlauchbooten, an den italienischen Küsten. Die Luftmatratze als Schlauchbootersatz, der Canal Grande als Hindernis und der deutsche Pavillon als das kaum erreichbare Europa sind dabei die inhaltlichen Bezugspunkte.

In seiner Ausstellung im Stadtmuseum des Schramberger Schlosses zeigt der Künstler mit großem technischem Aufwand Videos seiner Performances, aber auch Zeichnungen und skulpturale Installationen.

 
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