Rotarier putzen wieder Schuhe

 

Die sogenannten Straßenkinder von La Paz sind täglich in der bolivianischen Hauptstadt unterwegs, um ein paar Escudos zu verdienen und so ihre Existenz für den einen Tag zu sichern. Sie schlafen unter Brücken, weil sie kein Zuhause haben. Sie gehen in keine Schule, weil sie es sich nicht leisten können.

Padre Josef Neuenhofer, ehemaliger Kaplan in Rottweil und Pfarrer in Dunningen, hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, diesen oft verwahrlosten Kindern und Jugendlichen eine Perspektive für ihre Zukunft zu eröffnen. Dazu hat er eine Stiftung gegründet, die mittlerweile ein Krankenhaus, mehrere Werkstätten und Schulen umfasst. Um das Fortleben der diversen Hilfen für die Ärmsten der Armen in der Andenhauptstadt zu garantieren, bedarf es einer kontinuierlichen Finanzierung, die Pfarrer Neuenhofer in erster Linie selbst als Spendensammler sicherstellt.

Neuenhofer ist Ehrenmitglied des Rotary Clubs Rottweil und besucht ihn auch regelmäßig. Seine rotarischen Freunde aus Rottweil, Oberndorf und Schramberg unterstützen ihn und seine aufopferungsvolle Arbeit seit geraumer Zeit ideell und finanziell. Bereits zum dritten Mal putzen die Mitglieder des Clubs die Schuhe der Besucher des Rottweiler Samstagmarktes.

 

Intensive Vorbereitung

Am Marktbrunnen und am Schwarzen Tor warten sie auf viele Kunden, die im Gegenzug für das Schuhputzen an Neuenhofers Stiftung spenden können. Die Geldspenden verdoppelt der Club selbst noch einmal aus der eigenen Tasche. Die beteiligten Clubmitglieder haben sich für diese Aktion im vergangenen Jahr intensiv vorbereitet. Die Schuhputzkisten wurden nach bolivianischem Vorbild selbst hergestellt. Auch das richtige Schuhputzen erlernten die Rotarier in diesem Zusammenhang, sodass einer erneut erfolgreichen Aktion nichts mehr im Wege steht.

 
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